Der Bericht von Anne über den Atlanticcup rund Wangerooge

Neugierige Blicke aus schwarzen Knopfaugen – und schon sind sie wieder weggetaucht. Noch bevor wir auf unseren Katamaranen Wangerooge erreicht hatten, wurden wir schon beäugt und umpaddelt von den Seehunden zwischen den Sandbänken vor Spiekeroog und Wangerooge.
        
Rund Wangerooge 2009 – das war Segeln im Watt bei Nipptide, so richtig watt los und watt Spaß gehabt!
      
Wir Binnensegler haben ziemlich schnell die zwei für das Segeln entscheidenden Regeln auf der Nordsee begriffen:
a) Wind: Was zu viel ist, ist zu viel! Am Freitag waren wir alle still und heimlich doch ganz froh, dass Hajo im Handumdrehen bei Windstärke 6 mit 8ter Böen für uns einen Flug zur Insel organisiert hatte, statt mit Sack und Pack herübersegeln zu müssen.
b) Wasser: Was zu wenig ist, ist zu wenig! Vor 13 Uhr brauchte man am Samstag bei
Nipptide mit Ostwind erst gar nicht Richtung Harlesiel aufbrechen, wo unsere Boote noch lagen. 
    
Das bescherte uns Ausschlafen, ein ausgedehntes Frühstück, Spazierengehen am Strand, bei Sonnenschein die schönsten Urlaubsgefühle und einen halswirbelbrecherischen Wellenritt auf dem Zodiac Richtung Harlesiel. Und eine ¾-Rund-Wangerooge-Regatta. Entspannte Atmosphäre und einfach nur das gemeinsame Segeln genießen – das können sie, die Insulaner! 
     
Überhaupt war alles, was Hajo nur irgendwie organisieren konnte, perfekt:
Regatta flexibel an die jeweiligen Segelbedingungen angepasst, die Unterkunft im Hotel Atlantic (komplett auf den Segler eingestellt mit Gartendusche und riesigem
Frühstücksbuffet), gemeinsame Essen (Höhepunkt: der bayrische Abend!) und last but not least Jochen mit seinem Zodiac, der uns überall dorthin brachte, wo unsere Boote schon waren oder hinwollten, aber nicht konnten.
       
Wir waren „die Frauencrew“ und zum ersten Mal gemeinsam auf einem K1 unterwegs, umgeben und umsorgt von lauter männlichen FX-One-, Nacra- und Eigenbau-Seglern.

Außer vielleicht bei der Regatta, da gab es dann Wichtigeres als die Frauencrew. Aber dafür kurvte ja die Motorbootcrew bestimmt 2 ½ mal rund Wangerooge und hatte bei den wenigen Unfällen und einem schnellen Rettungs-FX-One vor allem Zeit zum Filmen. 
    
Dabei hatten wir das Umsorgtwerden gar nicht nötig, denn wir waren einfach großartig! Allen Buhnen souverän aus dem Weg gesegelt, Spinnaker gezogen (Sollen wir? Sollen wir nicht? Ja klar! Jetzt die Halse – uups, schon am Zielstrand vorbei, runter damit, anluven!), nicht gekentert, kaum im Schlick festgesteckt. Und das bei unserer ersten gemeinsamen Nordsee-Regatta! Und dann der zweite Platz von hinten!
      
Ganz vorne die deutschen und niederländischen FX-One- und Tiger-Segler und die schnelle Multihull-Shop-Crew (selbstverständlich war es eine internationale Regatta mit Steuermannbesprechung auf Englisch), dann alle glücklich beim Anlegerbier und mit vereinten Kräften aller Segler samt Familien und Hunden schließlich auch das letzte Boot oben am Strand. 
      
Aber gönnen wir unseren Helden ihre Plätze und ihre Fürsorge! Zugegebenermaßen war die Rückfahrt am Sonntag dann auch weniger entspannt für uns (wir wissen bis heute nicht, ob wir den K1 wieder aufrichten können – das muss noch einmal ausführlich getestet werden), aber spätestens ab den neugierigen Knopfaugenköpfen der Seehunde zwischen den Wellen vor Spiekeroog war das Watt wieder in Ordnung.
       
Ein perfektes Nordseewochenende – und nächstes Jahr hoffentlich wieder!
    
Anne

So gut besucht wie nie ist der Atlanticcup 2009 auf Wangerooge über die Bühne gegangen.

 

Wie immer bei einer Rundfahrt auf Wangerooge war schon der Weg dahin ein Abenteuer. Als am Freitag die Katamarane in Harle aufgebaut waren bließ der Wind so heftig das nur Claas und Heiner auf eigenen Kufen nach Wangerooge gelangten. Die andern wurden in die Lüfte geweht.  Start war am Samstag dann am Hafen Wangerooge.

Von hier ging es im fliegenden Start Richtung Osten durch die blaue Balje bis zum Surfstrand. Bei mäßigem Nordostwind zog sich das Starterfeld weit auseinander. Als erstes erreichten Claas und Heiner auf dem F20 das Ziel danach folgten dicht an dicht Mark und Joern mit den FXone. Jochen und Miklas kamen dann mit dem gelben Tiger. Die anderen Segler folgten nach und nach .

 

 

Nachdem Abbauen traf sich das "Regattafeld" bei Hajo im Hotel Atlantic zum Bayrischen Abend mit Weißwurst und Bier.

 

Der Sieger nach berechneter Zeit war Mark vor Joern  als dritter dann Claas und Heiner.

 

 Miklas